Der Entscheidungsraum
Selbstorganisation, Selbstführung, kollegiale Führung, Agilität, Neues Arbeiten, New Work, Arbeitswelten, Innovation, Achtsamkeit, mindfulness, Mischa, Strassner, Straßner
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“Lieber einen Zaun um den Spielplatz, als rigide Spielregeln und Verbote.”

Der Entscheidungsraum

Das Haus der Selbstorganisation

Der Entscheidungsraum

Selbstorganisierte Verantwortungsgemeinschaften treffen Entscheidungen und priorisieren im Sinne der gemeinsamen Ausrichtung, verteilen die Entscheidungsbefugnisse jedoch auf die Verantwortungsrollen.

Dabei ändert sich die Machtverteilung: Entscheidungen werden nicht mehr „nach oben“ geschoben, sondern dort getroffen, wo sie anfallen.

Nach welchen Prinzipien und Leitlinien in bestimmten Situationen entschieden und priorisiert werden soll, gilt es zuvor, in der Organisation und im Team, zu vereinbaren. Diese Leitplanken sollten Spielraum für eigene Entscheidungen lassen und so dazu beitragen, dass die Einzelnen Verantwortung übernehmen und effektiv und schnell im Prozess reagieren können. Das erhöht die Beweglichkeit des gesamten Teams.

Dabei können unterschiedliche Methoden der Entscheidungsfindung sowie Priorisierung genutzt werden, die zu der jeweiligen Entscheidungssituation am besten passen. Meist findet vor Entscheidungen ein kollegialer Beratungsprozess statt.

Pyramidal-hierarchische Strukturen neigen dazu wenig Entscheidungsbefugnisse an der Basis zu lassen, obwohl dort die wertschöpfende Arbeit geschieht und viele relevante Informationen vorliegen. Zudem führen sie oft zu einem Entscheidungsstau (“Flaschenhals”) und einer Überlastung der Leitungskräfte, da in komplexen Situationen an der Spitze viele Entscheidungen in kurzer Zeit getroffen werden müssen.

Fragen zur Klärung der Entscheidungsfähigkeit

  • An welchen übergeordneten Prinzipien und Regeln orientieren wir unsere Entscheidungen?
  • Welche Vorgaben bzw. übergeordneten Leitlinien der Organisation gibt es, die dabei beachtet werden müssen und die den Entscheidungsraum definieren?
  • Für welche Prozesse brauchen wir überhaupt Regeln? Welche Regeln können wir abschaffen oder anpassen?
  • Wie beweglich und anpassungsfähig machen uns unsere Entscheidungsregelungen?

  • Wer darf welche Entscheidungen wie und in welchen Grenzen treffen? 
  • Welche Entscheidungsverfahren kennen wir und welche Methoden passen zu welchen Arten von Entscheidungen?
  • Wie effektiv treffen wir Entscheidungen? Wie lange dauern Entscheidungsprozesse?
  • Wie gut bzw. sinnvoll sind die Entscheidungen mit Blick auf unseren Sinn und unsere Ziele?

Methoden & Tools für die Praxis

  • Leitprinzipien für Entscheidungen selektieren und Regelungen für Entscheidungen treffen
  • „Entscheidungsmatrix“: wer entscheidet was?
  • Methoden bzw. Verfahren der Entscheidungsfindung:
    • „Einwandintegration“ / „Konsent“
    • „Expertenentscheidung“
    • „Systemisches Konsensieren“ bzw. „Zustimmungsabfrage“ und/oder „Widerstandsabfrage“
    • „Konsultativer Fallentscheid“
    • „Eigenmächtiger Fallentscheid“
    • „Veto-Abfrage“
    • „Entscheidungs-Jour-Fixe“
  • Methoden bzw. Verfahren zur Priorisierung:
    • „Dialogische Auswahl“ bzw. „Selektionsdialog“
    • „Magische Priorisierung“ ohne Worte

Hier geht’s weiter zum „Wir-Raum“…